Artist Statement (2014),  Keiyona C. Stumpf

 

Meine Arbeiten richten sich nach dem Formenschatz der Natur aus, und nach den Prozessen, die diese Formen in Ihrer Vielfältigkeit hervorbringen und wieder vergehen lassen.

So entstehen organische Formen, die ihre ihnen innewohnende Lebendigkeit nach  außen tragen und zugleich auf tiefe, innere Empfindungen und Gefühle verweisen.

Die Form an sich entspringt immer den speziellen Eigenschaften und Verarbeitungsmöglichkeiten des verwendeten Materials.

Aus seinen haptischen Qualitäten und seiner spezifischen Formbarkeit kristallisiert sich im Laufe jeder Arbeit ein eigenes Formprinzip heraus, das ein Eigenleben zu entwickeln scheint.

Häufig wirkt der Bildraum wirkt wie die Momentaufnahme eines dynamischen Prozesses. Auftretende natürliche Prinzipien, wie Symmetrie, ornamentale Struktur oder auch Willkür und das Entstehen unkontrollierter Wucherungen wirken anziehend und abstoßend zugleich. Der Betrachter ist mit etwas konfrontiert, das sich zwischen klarer Form und freier Formwerdung befindet, das weder ganz Chaos noch ganz Ordnung ist.

Die Formensprache kombiniert seltsam vertraut wirkende Formen mit einer gewissen Fremdartigkeit und spielt mit dem Schönheitsempfinden. Unterschiedlichste Assoziationen und Empfindungen werden angestoßen. Ein vages Déjà-Vu Gefühl stellt sich ein, obgleich auf nichts Konkretes verwiesen wird.

Der Betrachter bleibt auf der Suche.